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Dienstag, 14. März 2017

Asiatische gefüllte „Pasta“ - Manti mit Lamm-Kürbis-Füllung

Das ist mein erstes Mal, dass ich an einem Blog-Event teilnehme. Das BLOG-EVENT CXXVIII – GEFÜLLTE PASTAwurde vom  Kochtopf organisiert und  die Gastgeberin ist diesmal die Elena vom heutegibt es.

Manty / oder Manti (mit Betonung auf der letzten Silbe) sind Teigtaschen mit einer Füllung, die man in einem speziellen Dampfkochtopf zubereitet. Sie sind typisch für viele Länder in Mittel- und Zentralasien: Kasachstan, Kyrgyzstan, Usbekistan und Turkmenistan. In Europe kennt man gedämpfte Teigtaschen schon, aber aus anderen Regionen, zum Beispiel aus China - Wan Tan oder Jiaozi. Aber es gibt ein großen Unterschied zwischen chinesischen und zentralasiatischen Varianten: die Füllung für Manti wird nicht vorgekocht / vorgegart / vorgebraten, alle Zutaten (klein geschnitten oder mit einem Messer klein gehackt) werden roh in den dünn ausgerollten Teig verpackt.
Hier beschreibe ich eine klassische Variante: Manti mit Lamm-Kürbis-Füllung, dazu scharfe Knoblauchsoße.

Für den Teig:
0,5 kg Mehl
250 ml Wasser
1 EL Sonnenblumenöl
½ TL Salz

Für die Füllung:
250 g Lammfleisch (lieber mit Lammfett)
250 g Kürbis (ich nehme immer Muskat, weil diese Sorte festes süßes Fleisch hat)
150 g Zwiebel
Salz, schwarze Pfeffer nach Geschmack

Donnerstag, 19. Januar 2017

Würzige Gemüsesuppe mit Fleischklößchen, leicht orientalisch / Суп с фрикадельками, вольная вариация на среднеазиатскую тему



Mein fast 17-jähriger Sohn mag kochen. Und auch lieber mit jemandem zusammen. Und besonders gern, wenn dabei experimentiert wird. Da sieht es dann bei uns in der Küche, wie bei einer "Jam Session". So kreierten wir einmal zusammen eine Suppe mit Fleischklößchen aus übrig gebliebener Hühnerbrühe (s. „Kochen für die Katz“), Gemüse, einigen Kräutern und Fleisch. 

Мой 17-летний сын очень любит готовить. Особенно "дуэтом, квартетом, хором". Особенно, если это экспериментальная кулинария. И тогда наша кухня начинает напоминать пробную сцену во время джем-сейшн. Такой вот джаз.
Именно таким образом мы и сочинили суп с фрикадельками: на бульоне, оставшемся от кошачьей еды (см. "Кошачья кулинария"), с имеющимися в наличие овощами, травами и пряностями.



Zutaten 

Dienstag, 9. Februar 2016

Pelmeni. Sibirische Teigtaschen mit Fleischfüllung



Fast alle russischen kulinarischen Historiker oder Köche, die zur kulinarischen Geschichte neigen, sind sich einig: russische Pelmeni stammen aus China, genauer gesagt, aus dem kontinentalen, westlichen Teil des Reiches. Vor Jahrhunderten bereiteten dort die Menschen kleine Teigtäschchen mit Fleischfüllung zu und ließen sie auf Vorrat gefrieren. Sibirische Völker übernahmen das „Fastfood aus dem Gefrierfach“, es passte so gut zum harten sibirischen Klima. Selbst der Name weist auf den Ursprung hin: Das russische Wort „Pelmen’“ stammt vom udmurtischen „Pel-Njan’“, was „Ohr-Brot“ bedeutet.  


In Sibirien waren Pelmeni schon im Mittelalter ein bekanntes Gericht, verbreiteten sich dann mit der russischen Kolonisierung Sibiriens auch im Ural-Gebirge. In ganz Russland wurden diese Teigtaschen erst am Anfang des 19. Jahrhundert bekannt, überwiegend in Großstädten, wo viele sibirische Händler und Geschäftsleute verkehrten. Es wurden überall viele Tavernen eröffnet, so genannte „Pelmennaja“, wo sibirische und uralische Pelmeni fast die einzigen Hauptgerichte waren.  Doch im Westen des Landes kam diese nordasiatische Speise bei der Bevölkerung nicht an.
Die Pelmeni blieben also ein Traditionsgericht in den Regionen hinter der Wolga, im asiatischen Teil Russlands. Genau so verhält es sich auch heute.
Jede sibirische oder uralische Familie bereitet Pelmeni zu fast jeder festlichen Gelegenheit zu. Die Anzahl der Pelmeni, die anzufertigen sind, wird in etwa so berechnet: Für jedes Kind 10 bis 15 Stück, für jede Frau 15 bis 25, für jeden Mann 30 bis 40, dann werden noch 100 für zufällige, nicht eingeladene, aber willkommene Gäste zusätzlich gemacht – am Ende können schon mal leicht 200 – 1000 Stück rauskommen. Üblicherweise macht der Mann, der Gastgeber, den Teig und die ganze Familie faltet Pelmeni am Vortag. Und wenn man dann so zusammen am Tisch sitzt, werden in fast jeder solcher Familien Geschichten erzählt. Wie ein Urgroßvater, oder Urgroßonkel oder sonst irgendwer aus dem Umkreis wettete, dass er hundert Pelmeni auf einmal essen kann, dann aber verlor, weil er nur 99 schaffte. 


Sibirische Pelmeni

Für 200-250 Stück, Zeitaufwand 2-3 Stunden, je nach Erfahrung

Donnerstag, 4. Februar 2016

Soljanka


Das ist eine uralte russische Suppe, säuerlich-würzig und dickflüssig. Sie konnte aus Fleisch-, Fisch- oder Pilzbrühe zubereitet werden. Im 19. Jahrhundert wurde die Soljanka in Restaurants und Tavernen angeboten, was oft bedeutete, das genau dieses Lokal gute Küche hatte. Wenn jemand Soljanka kochen konnte, der konnte unmöglich ein schlechter Koch sein. Damals war das wie ein Qualitätsmerkmal. Sogar in sowjetischen Zeiten wurde Soljanka in den „Intourist“-Restaurants, also für hohe ausländische Gäste, serviert.
Wer Soljanka kochen will, der braucht zum einen sehr viele Zutaten. Für Fleischsoljanka, zum Beispiel, fünf bis zehn Fleischsorten. Zweitens, man muss noch viel Zeit und Geduld haben, weil vieles zuerst vorgekocht und vorgebraten werden muss, erst danach zu einer Suppe kombiniert werden kann. 


Kombinierte Soljanka aus Fleisch

Zeitaufwand: 4 Stunden.  Die Menge ist ca. 3 ½-4  Liter

Donnerstag, 25. Juli 2013

Kohlrouladen für die schwer Verliebte



Rezepte für Kohlrouladen gibt es viele. Nach jedem Geschmack. Ich kenne auch ein paar. Aber an einem Tag musste ich alles vergessen, was ich vorher davon wusste und ganz neu anfangen. An dem Tag aß ich zum ersten Mal bei unseren Freunden die besondere Kohlrouladen, Golubzy / Голубцы (auf Ukrainisch und Russisch).

Zuerst hörte ich aber eine Geschichte über DAS Gericht. Die Story passierte vor viele Jahren. Meine Freundin war damals 17 Jahre alt, sie war schwer verliebt, schrecklich verknallt in ihr jetzigen Mann, der sechs Jahre älter und viel erfahrene war. Genau deswegen tat er nichts. Er ging er mit der jungen Schöne nur spazieren, hielt ganz harmlos nur die Händchen, und nach Monaten Bekanntschaft nicht einmal küsste sie. Die Freundin war in der großen Sorge. Sie ging zu ihrer Oma und erzählte über ihre Kummer. Die Oma wollte zuerst wissen, ob meine Freundin den jungen Mann heiraten wollte. "Nichts lieber als das!" „Dann, - sagte die weise Oma, - du muss ihn einladen, bei mir zu essen“.  
Die Oma hat ganz viele feine Gerichte gekocht und auf den Tisch serviert. Und als Hauptgericht kamen diese Golubzy, russisch-ukrainische Kohlrouladen nach Omas Rezept. Der junge Mann konnte nicht wiederstehen, er aß und aß, er konnte nicht aufhören zu essen, so lecker waren die Golubzy. Aber die Oma meinte, es war noch nicht alles. Da kam das größte kunstvollste Hauptgericht – eine mit Leber, Pilzen und Buchweizen gefüllte Ente. 

Das war das Ende  von seine Freiheit. Der man machte meiner Freundin einen Antrag. Natürlich, sie sagte „ja“. Sie heirateten sofort nachdem sie 18 wurde. 

Donnerstag, 27. Juni 2013

Wenn Weinblätter noch zart sind



Wir haben im Garten eine Weintraube, keine richtige edle Weinerebe, sondern ein Wildling, der von einem Amsel vor ein paar Jahren „gesät“ wurde. Er wuchert jetzt so, dass man unseren Schuppen unter dem grünem Laub  kaum sehen kann. Der Weinwildling gibt zwar keine Trauben, macht aber keine Arbeit, bleibt immer gesund. Und die Blätter sehen sehr gut aus: Hellgrün, zart, nicht zu groß – genau richtig für ein kaukasisches Gericht, für die gefüllte Weinblätter.

Es gibt ganz viele Möglichkeiten, die Dolma, gefüllte Weinblätter, zuzubereiten: nach griechscher Art, nach türkischer Art, wie die Ägypten oder Nordafrikaner das machen. Als Studentin probierte ich zuerst aber Dolma nach armenischer Art (Kaukasus), sogar in Sankt-Petersburg konnte man Dolma kochen: auf jedem Markt wurden immer eingelegte Weinblätter verkauft. Dolma aus frischen Blättern kochte ich viel später nach Aserbeidschanischer Art.

Freitag, 5. April 2013

Gekochtes Fleisch nach kasachischer Art



Einmal kam mein Sohn zu mir und fragte mich, ob ich für ihn so ein Gericht kochen könnte. „Ich weiß nicht", sagte er, „wie das heißt, aber da sind Fleisch, viel-viel Zwiebel und Teig…“ (Vor kurzem verwandelte er sich in einen Zwiebelfan). Ich verstand sofort, was er damit meinte. Mama ist immer bereit jeden Wunsch des eigenen Sohnes zu erraten, zu verstehen und zu erfüllen.

Es war aber nicht so leicht, weil mein Junge „Besbarmak“  meinte.

Freitag, 4. Januar 2013

Gedämpfte Fleischrolle mit Mangoldfüllung / Мясной рулет с мангольдом на пару





Früher habe ich gehacktes Fleisch in Mangoldblätter gewickelt. Jetzt mal anders: Gibt es nicht so viele Blätter, und nicht so viele Kräuter. Also: Mangold wird  ins Fleisch eingerollt. Und gedämpft. Meine Mutter hat mir im Sommer erzählt, wie sie jetzt  in einem Dampftopf verschiedene Fleischsorten zubereitet. Zuerst mariniert, dann gedämpft, und am Ende kurz überbacken. So wollte ich es  auch ausprobieren: gefüllte Rolle aus Putenkeulen (nur Fleisch, ohne Knochen). 


Мангольд – экзотический овощ , в каком-то смысле. Я влюбилась сначала в само растение – листья его, особенно красного, очень декоративны, а уж потом приспособилась его готовить. Рулет из индейки с мангольдом – это как раз из серии первых опытов. Вдохновение черпала в маминых рассказах про приготовленное на пару мясо – говядину и конину.
 




Zutaten:

Sonntag, 18. November 2012

Herzhaft, würzig – nach georgischer Art


Habt ihr bemerkt, im Spätsommer und Herbst schmecken Tomaten, Auberginen und Paprika etwas anders, intensiver, authentischer, frischer? Kein Wunder, sie wurden uns nicht aus Argentinien geliefert oder noch irgendwoher, sie wurden nicht in einem Gewächshaus kultiviert, sondern unter freien Himmel im sonnigen Süden. Bei mir im Garten auch – die Tomaten und Paprika. Leider nicht die Auberginen: in diesem Jahr habe ich nur zehn Blüten und ein paar Früchten (groß wie Ei) auf meinen Auberginen-pflanzen gekriegt...

Wenn alles so schmeckt, ist  die höchste Zeit etwas südländisches zu kochen, zum Beispiel, georgische Gemüse-Hammelfleisch eintopf namens Tschanachi.

Donnerstag, 27. September 2012

Schaschlik



Guten Abend!

Grillzeit ist schon vorbei, aber wir hoffen noch, dass das Wetter im Oktober mal mitspielt. Und wir essen dann ein paarmal Schaschlik mit Freunden draußen im Garten.
„Schaschlik“ ist kein russisches Wort, ursprünglich. Jetzt aber nennt man Schaschlik  die gegrillten Fleischspieße, das Fleisch ist meistens mariniert. Ein Ding, auf dem man Schaschlik grillt, heißt Mangal, und sieht so wie Grill ohne Rost aus. Das Fleisch soll direkt über Kohle „schweben“. Kohle ist wichtig. In Zentralasien benutzt man dafür Saxaul, ein Baum aus der Familie Amaranthaceae.

Schaschlik aus Hähnchen auf der alten usbekischen Servierplatte. Die Platte haben wir zufällig auf einem Trödelmarkt gefunden


Hier ein paar Rezepten: