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Mittwoch, 2. März 2016

Koreanischer Seetangsalat / Салат из морской капусты




Als ich vor zehn Jahren nach Deutschland kam,  wollte ich unbedingt finden, wo man Seetang kaufen konnte. Es war schwer. Erstens, wusste ich nicht, wie man dieses Lebensmittel nennt. Ich versuchte in einem asiatischen Geschäft in Düsseldorf zu erklären, was ich suchte. Ich hatte Erfolg. Wie die heiß begehrte Pflanze heißt, wurde mir von einer Dame an der Kasse in einem vietnamesischen Laden am Rande des Japanischen Viertels verraten. Und dazu noch ein Geheimnis: Und zwar… Zweitens, das Lebensmittel namens Seetang existierte damals in Deutschland überhaupt nicht, weil es zu viel Jod enthielt. Schädliche Menge. Deswegen  stand die gute Frau auf, ging zu einem Regal mit Töpfern und Löffeln, kramte dort und fand eine schöne Packung Seetang, auf der stand: „Kein Lebensmittel. Nur zu Dekorationszwecken“. Ich hob die auf, als Kuriosität. 

Любовь к морской капусте - она на всю жизнь. И, переехав в Германию, я сразу же попыталась найти, где этот продукт можно купить. Было сложно, так как никакой словарь не мог мне выдать, как она называется. Не водоросль, нет. И не капуста. Википедии тогда в помощь не было. Мне повезло, в одном из азиатских магазинов в Дюссельдорфе меня просветили. Это была кассирша вьетнамской лавочки на окраине местного японского квартала. Кроме названия, она мне приоткрыла еще одну тайну: "морской капусты"как продукта питания на тот момент в Германии не было, так как полагалось, что количество йода в водоросле превышает допустимую норму. Поэтому морскую капусту можно было найти на полке между горшками и кастрюлями, как деко-артикль, с пометкой на упаковке "не есть, использовать исключительно как декоративный объект".
Нет, не украшала. Ела. А упаковку хранила несколько лет - как курьезный артефакт.


Vor fünf Jahren war es schon viel unkomplizierter als früher, Seetang für einen Salat zu kaufen. In asiatischen Geschäften im Japanischen Viertel in Düsseldorf gibt es viele Sorten: für Salate, Suppen, für Reis und Sushi. Für den Salat, den ich mag, brauche ich eine bestimmte Sorte, Kombu (laminaria japonica auf Latein). Letztes Mal als ich den Kombu kaufte, hatte ich Zeit zum Lesen, was auf der Packung stand. Und das hat mir wieder gefallen. Diese Sorte von Seetang wurde schon als Lebensmittel akzeptiert, aber nur für Zubereitung von Brühe bestimmt. „Auf gar keinen Fall essen!“ – stand da, großgeschrieben.

Сейчас все кардинально изменилось. Водоросли, в том числе морскую капусту (теперь я знаю, что она овется Seetang, sea tang, kombu или по-латыни laminaria japonica) , можно купить во многих азиатских супермаркетах . На полках можно найти многое: сухие водоросли для салатов, для бульонов, для супов, для риса и для суши. Но на упаковках до сих пор стоят предупреждения. Например, на пачке Kombu значилось: "вариать бульон, само растение ни в коем случае не есть!"
И опять-таки, не послушалась, ела.

Montag, 4. November 2013

Usbekischer Tomaten-Salat




Wie kann man alles rechtzeitig schaffen? Ich habe den letzten „Tomaten-Photoshooting“ Mitte Oktober gamacht, wollte, eigentlich, sofort posten. Augen zu, Augen auf – es ist schon November, es regnet und es ist kalt. Wer will noch den kalten Tomaten-Salat in dieser Zeit?

Aber trotzdem. Ein bisschen Farbe, Sonne, das schadet nicht. An einem warmen Tag im Oktober machte ich diesen wundervollen usbekischen Salat. In Usbekistan nennen die Leute ihn „Atschik oder Atschischuk“, machen nur aus einer bestimmten Sorte Tomaten, süß uns saftig. Ich nahm die Sorten „Ochsenherz“ und „Black Russian“.

Freitag, 12. Juli 2013

Alternativer Krautsalat




Man ist immer auf der Suche nach irgendwelchen Alternativen. Wir sind keine Ausnahmen. Mediterrane Küche, griechischer Salat - irgendwann will das keiner mehr. Ok, gut. Wenn so ist, dann brauche ich nicht extra etwas auszudenken. Ich weiß, was ich machen kann, ein Salat, der gut zu gegrilltem Fleisch passt, ein Krautsalat, ein Weißkohlsalat – wie meine Oma damals machte, oder mein Vater bei seinem letzten Besuch vor einem Jahr. Der Papa war sehr unzufrieden mit dem vorhandenen Gemüse, er fand den Kohlkopf nicht so locker, den Weißkohl, nicht so saftig, wie der sein sollte. Vielleicht hat man in Asien einfach eine andere Sorte.
Aber egal. Am letzten Samstag kauften wir bei Türken einen lockeren, frischen hellgrünen Kohlkopf, und ich wusste sofort, was ich daraus mache. Omas Krautsalat! Woher hatte sie es, konnte man nur mutmaßen. Ich denke, vielleicht von koreanischen Nachbarn. Die Methode ist ähnlich wie bei fast allen koreanischen Salaten (sowjetischkoreanisch, s. „koreanischer Möhren Salat“): frisches dünn geschnittenes Gemüse wird mit Essig mariniert, mit heißem Öl (oder mit dem in Öl gebratenem Zwiebel) übergossen, mit scharfem Chili gewürzt. Dieser Salat kann sogar noch am nächsten Tag gegessen werden.

Montag, 11. Februar 2013

Salat „Taschkent“





Manche mögen exotisches Essen.  Sehr oft wird „japanisches“  oder „chinesisches“ gemeint. Komischer Weise ist es sehr leicht, diese Exotik mitten in Europe zu erleben, sogar Zuhause selbst zu kochen. Zum Beispiel: Für Sushi braucht man Nori (getrockneter und gerösteter Seetang) und  gesäuerten Reis, für Wok ist eine Pfanne nötig, für Jiaozi  … Fast alles lässt sich finden, hier, mitten in Europa.   Fast! Der Salat „Taschkent“, den ich besonders mag, wird hier in Deutschland zu reiner Exotik: Man findet ihn in keinem Lokal, man kauft die Hauptzutat nirgendwo. Deswegen habe ich Samen in Asien bestellt und in meinem Garten dieses seltene Gemüse, grünen „margelaner“ Rettich  angebaut.


Zutaten:
Margelaner Rettich 500-700 g
Lammfleisch 300 g

Dienstag, 5. Februar 2013

Koreanischer Glasnudelsalat




Fun-tschösa - so heißt ein koreanischer Glasnudelsalat. Und schon wieder geht es hier nicht um süd- oder nordkoreanische Küche, sondern um die Küche Korö Saram, der Koreanern aus Zentral Asien.  
Für den Salat braucht man unbedingt Rettich, schön wäre es den asiatischen grünen, nach einer usbekischen Stadt margelaner Rettich genannt. Aber keiner hier in Deutschland hat so einen, außer mir. Ich hatte noch vor kurzem welchen. Aber dann kamen DIE HASEN, die alles bei uns im Garten weggefressen haben…  

Samstag, 5. Januar 2013

Salzhering unter dem Pelzmantel





Dieser Salat gehört zu der großen Gattung sowjetischer Schichtsalate, in denen jede Zutat als einzelne Schicht aufgetragen wird und zur Bindung mit Mayonnaise oder anderen Dressings bestrichen wird. Ohne „Seljodka pod Schuboj / Salzhering unter dem Pelzmantel“ ist der große Silvesterschmaus heute gar nicht vorstellbar.
Wer nicht sehr viel Zeit hat, kann auch einfach Matjesfilet kaufen. Empfehlenswert wäre es aber holländische Matjes oder ganzen, schwach gesalzenen Hering nach russischer Art zu nehmen.
Und selbstverständlich, haben wir diese Speise für unseren „Silvesterschmaus“ gemacht – die Tradition muss gehalten werden!