Mittwoch, 23. November 2016

Eingelegte scharfe Miniaubergienen / Острые фаршированные мини-баклажаны


Miniauberginen in einem türkischen Gemüseladen waren reine Verführung für mich. Ich kaufte, wusste aber nicht, wozu. Zum Glück entschied ich, auf  Schwarmwissen von Hausfrauen, Kochgenies und Weltbummler zurückzugreifen. Dabei entdeckte ich eine arabische Spezialität Makdous (oder Libanesische?), eine Art gefüllte  Auberginen in Olivenöl einlegen,  und wie man diese Speise zubereitet. Dank dieser Angelegenheit lernte ich  den Blog "Love My Kitchen" von Hanan kennen.



Покупать овощи в турецкой овощной лавке - это вводить себя в искушение. Всегда. Но иногда особенно - когда глаз падает на пушистую айву или свежую зелень. Этой осенью я не смогла оторвать глаза от миниатюрных баклажан (самый большой все равно меньше моей ладоне), не сдержалась и купила. Но что с ними делать? К счастью, есть социальные сети, а в них - отзывчивые и многознающие люди. Благодаря им я узнала, что такое макдус - арабское блюдо, острые фаршированные мини-баклажаны, маринованные в оливковом масле.



Freitag, 18. November 2016

Apfelbiskuit. Leicht und luftig / Бисквит с яблоками



Wie man einen Biskuitteig macht, wusste ich schon mit 14 und zwar aus einem Kochbuch, das meine Mutter aus ihrer Geschäftsreise von DDR nach Hause brachte. Das Kochbuch sah nicht wie jetzigen aus. Eher wie ein wissenschaftliches Nachschlagewerk mit vielen Tabellen, genau beschriebenen Methoden, Techniken, ganz ohne Abbildungen. Ich übte so lange (alle meine Freunde und Bekannte hatten immer Torten von mir als Geschenk), bis ich das Rezept auswendig kannte und auch frei Zutaten variieren konnte.  
Jetzt mache ich nicht so kompliziert wie damals, keine Torten mit Kirschen und Baiser, ganz einfach und schnell: Biskuit mit Äpfel, leicht und luftig. 

Это бисквитное тесто я освоила, когда мне было лет 14. Рецепт был обнаружен в поваренной книге, которую привезла мама из командировки в ГДР. Книжка больше напоминала научный трактат, чем кулинарную экциклопедию: там были сравнительные таблицы, дающие точные указания к той или иной технологии приготовления. Свои навыки я совершенствовала на друзьях и знакомых, ко всем возможным датам я пекла бисквитный торт с прослойками из бизе и вишни. На производство уходило по четыре часа. Сейчас я не столь расточительна со временем, яблочный бисквит - это самый простой и быстрый вариант выпечки к чаю. И да - это мой ответ шарлотке, которую я не сильно люблю. Может,  я хорошую никогда и не ела.


Zutaten

6 Eier 
200 g Zucker 
30 g Butter 

Mittwoch, 2. März 2016

Koreanischer Seetangsalat / Салат из морской капусты




Als ich vor zehn Jahren nach Deutschland kam,  wollte ich unbedingt finden, wo man Seetang kaufen konnte. Es war schwer. Erstens, wusste ich nicht, wie man dieses Lebensmittel nennt. Ich versuchte in einem asiatischen Geschäft in Düsseldorf zu erklären, was ich suchte. Ich hatte Erfolg. Wie die heiß begehrte Pflanze heißt, wurde mir von einer Dame an der Kasse in einem vietnamesischen Laden am Rande des Japanischen Viertels verraten. Und dazu noch ein Geheimnis: Und zwar… Zweitens, das Lebensmittel namens Seetang existierte damals in Deutschland überhaupt nicht, weil es zu viel Jod enthielt. Schädliche Menge. Deswegen  stand die gute Frau auf, ging zu einem Regal mit Töpfern und Löffeln, kramte dort und fand eine schöne Packung Seetang, auf der stand: „Kein Lebensmittel. Nur zu Dekorationszwecken“. Ich hob die auf, als Kuriosität. 

Любовь к морской капусте - она на всю жизнь. И, переехав в Германию, я сразу же попыталась найти, где этот продукт можно купить. Было сложно, так как никакой словарь не мог мне выдать, как она называется. Не водоросль, нет. И не капуста. Википедии тогда в помощь не было. Мне повезло, в одном из азиатских магазинов в Дюссельдорфе меня просветили. Это была кассирша вьетнамской лавочки на окраине местного японского квартала. Кроме названия, она мне приоткрыла еще одну тайну: "морской капусты"как продукта питания на тот момент в Германии не было, так как полагалось, что количество йода в водоросле превышает допустимую норму. Поэтому морскую капусту можно было найти на полке между горшками и кастрюлями, как деко-артикль, с пометкой на упаковке "не есть, использовать исключительно как декоративный объект".
Нет, не украшала. Ела. А упаковку хранила несколько лет - как курьезный артефакт.


Vor fünf Jahren war es schon viel unkomplizierter als früher, Seetang für einen Salat zu kaufen. In asiatischen Geschäften im Japanischen Viertel in Düsseldorf gibt es viele Sorten: für Salate, Suppen, für Reis und Sushi. Für den Salat, den ich mag, brauche ich eine bestimmte Sorte, Kombu (laminaria japonica auf Latein). Letztes Mal als ich den Kombu kaufte, hatte ich Zeit zum Lesen, was auf der Packung stand. Und das hat mir wieder gefallen. Diese Sorte von Seetang wurde schon als Lebensmittel akzeptiert, aber nur für Zubereitung von Brühe bestimmt. „Auf gar keinen Fall essen!“ – stand da, großgeschrieben.

Сейчас все кардинально изменилось. Водоросли, в том числе морскую капусту (теперь я знаю, что она овется Seetang, sea tang, kombu или по-латыни laminaria japonica) , можно купить во многих азиатских супермаркетах . На полках можно найти многое: сухие водоросли для салатов, для бульонов, для супов, для риса и для суши. Но на упаковках до сих пор стоят предупреждения. Например, на пачке Kombu значилось: "вариать бульон, само растение ни в коем случае не есть!"
И опять-таки, не послушалась, ела.

Dienstag, 9. Februar 2016

Pelmeni. Sibirische Teigtaschen mit Fleischfüllung



Fast alle russischen kulinarischen Historiker oder Köche, die zur kulinarischen Geschichte neigen, sind sich einig: russische Pelmeni stammen aus China, genauer gesagt, aus dem kontinentalen, westlichen Teil des Reiches. Vor Jahrhunderten bereiteten dort die Menschen kleine Teigtäschchen mit Fleischfüllung zu und ließen sie auf Vorrat gefrieren. Sibirische Völker übernahmen das „Fastfood aus dem Gefrierfach“, es passte so gut zum harten sibirischen Klima. Selbst der Name weist auf den Ursprung hin: Das russische Wort „Pelmen’“ stammt vom udmurtischen „Pel-Njan’“, was „Ohr-Brot“ bedeutet.  


In Sibirien waren Pelmeni schon im Mittelalter ein bekanntes Gericht, verbreiteten sich dann mit der russischen Kolonisierung Sibiriens auch im Ural-Gebirge. In ganz Russland wurden diese Teigtaschen erst am Anfang des 19. Jahrhundert bekannt, überwiegend in Großstädten, wo viele sibirische Händler und Geschäftsleute verkehrten. Es wurden überall viele Tavernen eröffnet, so genannte „Pelmennaja“, wo sibirische und uralische Pelmeni fast die einzigen Hauptgerichte waren.  Doch im Westen des Landes kam diese nordasiatische Speise bei der Bevölkerung nicht an.
Die Pelmeni blieben also ein Traditionsgericht in den Regionen hinter der Wolga, im asiatischen Teil Russlands. Genau so verhält es sich auch heute.
Jede sibirische oder uralische Familie bereitet Pelmeni zu fast jeder festlichen Gelegenheit zu. Die Anzahl der Pelmeni, die anzufertigen sind, wird in etwa so berechnet: Für jedes Kind 10 bis 15 Stück, für jede Frau 15 bis 25, für jeden Mann 30 bis 40, dann werden noch 100 für zufällige, nicht eingeladene, aber willkommene Gäste zusätzlich gemacht – am Ende können schon mal leicht 200 – 1000 Stück rauskommen. Üblicherweise macht der Mann, der Gastgeber, den Teig und die ganze Familie faltet Pelmeni am Vortag. Und wenn man dann so zusammen am Tisch sitzt, werden in fast jeder solcher Familien Geschichten erzählt. Wie ein Urgroßvater, oder Urgroßonkel oder sonst irgendwer aus dem Umkreis wettete, dass er hundert Pelmeni auf einmal essen kann, dann aber verlor, weil er nur 99 schaffte. 


Sibirische Pelmeni

Für 200-250 Stück, Zeitaufwand 2-3 Stunden, je nach Erfahrung

Donnerstag, 4. Februar 2016

Soljanka


Das ist eine uralte russische Suppe, säuerlich-würzig und dickflüssig. Sie konnte aus Fleisch-, Fisch- oder Pilzbrühe zubereitet werden. Im 19. Jahrhundert wurde die Soljanka in Restaurants und Tavernen angeboten, was oft bedeutete, das genau dieses Lokal gute Küche hatte. Wenn jemand Soljanka kochen konnte, der konnte unmöglich ein schlechter Koch sein. Damals war das wie ein Qualitätsmerkmal. Sogar in sowjetischen Zeiten wurde Soljanka in den „Intourist“-Restaurants, also für hohe ausländische Gäste, serviert.
Wer Soljanka kochen will, der braucht zum einen sehr viele Zutaten. Für Fleischsoljanka, zum Beispiel, fünf bis zehn Fleischsorten. Zweitens, man muss noch viel Zeit und Geduld haben, weil vieles zuerst vorgekocht und vorgebraten werden muss, erst danach zu einer Suppe kombiniert werden kann. 


Kombinierte Soljanka aus Fleisch

Zeitaufwand: 4 Stunden.  Die Menge ist ca. 3 ½-4  Liter

Freitag, 6. November 2015

Flammkuchen. Malerisch bunt




Ich weiß es nicht mehr, wie ich auf die Idee kam, bunte Kartoffeln im Garten zu pflanzen. Aber ich kann mich genau erinnern, wann ich zum ersten Mal ein paar Kartoffeln in die Erde steckte: Mein Sohn war zehn und er hatte keine Ahnung, wo und wie die Erdäpfel  wachsen. „Wie Nudel und Reis. Am Baum“…



Irgendwann kauften wir Saatkartoffel im Internet bei einem Bio-Laden-Versand. Und wenn man schon Geld ausgeben muss, dann sollte man unbedingt etwas Schönes, Außergewöhnliches kaufen. Deswegen: Blauer Schwede und Rote Burgunder.  Und klar, man muss dann, nach der Ernte, etwas auch Außergewöhnliches daraus  zu kochen.

Freitag, 30. Oktober 2015

Mangoldsuppe mit Hülsenfrüchten



Ich mag Mangold als Zierpflanze. Die bunten Blätter mit roten, gelben und auch rosa Stielen verschönern meine Blumenbeete und auch meinen Gemüsegarten. Für den Küchenzweck würden uns zwei-drei Pflanzen reichen, also haben wir dann einen schönen Überschuss. Deswegen bin ich immer auf der Suche nach Mangoldrezepten. Und wenn ich eins finde, dass das noch dazu meiner Familie gefällt, dann bin ich überglücklich. 


Letzten Sommer fand ich ein Rezept für Mangold-Suppe beim KüchenKitchen-Blog. Ich kochte nach. Das war ein voller Erfolg. Die Suppe stieg ganz schnell zu den am häufigsten gekochten deftigen flüssigen Gerichten in unsere Familie auf. 
Aber ich muss auch ehrlich sein. Das Rezept wird immer wieder verändert. Schon am Anfang war so. Ich hatte keine Prise Safran Zuhause, so nahm ich eine Prise Kanarische Safran (die getrocknete orangefarbene Röhrenblüten der Färberdistel (Carthamus tinctorius)). Und statt Alblinsen nahm ich ganz gewöhnliche…
In diesem Sommer ging ich noch viel weiter, wir hatten auch den Überschuss an Bohnen (ich habe immer wieder verpasst, noch grüne Bohnen, die man mit Schoten essen konnte, aufzulesen (oder sagt man „zu pflücken“?). So kochte ich die Mangold-Grüne-Bohnen-Suppe, und noch später  Mangold-Dicke-Bohnen-Suppe. Dann las ich in einem Blog, dass Tagetes-Röhrenblüten auch ganz schöne Farbe und Aroma geben können, habe ich mit denen probiert. Diese Variation klappte auch prima. 


Zur Variation mit Linsen mache ich kleine Knoblauch-Croutons aus Roggen-, Dinkel- oder Vollkornbrot und serviere die Suppe mit Feta-Würfel. Die Bohnen-Variation kann man  ohne  Croutons und auch ohne Käse essen, eben vegan.